Seit wann gibt es die Winterreifenpflicht ?

Normalerweise beginnt im Oktober jeden Jahres die Winterreifenpflicht. Selbst wenn es ein goldener Oktober ist und strahlender Sonnenschein die kalte Jahreszeit bestimmt, sollten sie aufgezogen werden. Geregelt ist die Winterreifenpflicht in der Straßenverkehrs-Ordnung. Doch seit wann müssen Autofahrer von Sommer- zu Winterreifen wechseln und wer hat sie eingeführt?

Die Anfänge

Die Frage, seit wann gibt es die Winterreifenpflicht, muss mit der Beantwortung der Frage, wann es zum ersten Mal Winterreifen gab, beantwortet werden. Mitte der 50-er Jahre begannen die Autoreifenhersteller, Reifen gegen Auquaplaning zu entwickeln. Kurz darauf gelang es ihnen durch Schnitzereien in die Reifen, die ersten Regen- und Breitreifen zu entwickeln. Schnell folgten die ersten Winterreifen mit Lamellen. Aber dadurch trat nicht automatisch die Winterreifenpflicht in Kraft. Erst viele Jahre später mussten die Autobesitzer im Winter diese Reifen auch tatsächlich aufgezogen haben.

Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung

Seit 2006 ist es für jeden Autofahrer wegweisend, Winterreifen im Winter aufzuziehen. Hier heißt es, dass die Ausrüstung des Autos an die Wetterverhältnisse anzupassen ist. Dazu gehören die Bereifung sowie Frostschutzmittel. Dann, am 03. Dezember 2010, wurde eine Änderung im Bundesgesetzblatt für die StVO für Deutschland bekannt gegeben. Diese regelt die Winterreifenpflicht und es wird darauf hingewiesen, dass die Pflicht, Winterreifen aufzuziehen dann besteht, wenn die Wetterverhältnisse Matsch, Schnee, Glatteis oder Reifenglätte aufweisen. Im Sinne der StVO sind M+S Reifen der Begriff für Winterreifen. Allerdings gibt es hier auch Unterschiede, denn wenn die M+S Reifen nicht das nötige Profil aufweisen, um ohne Probleme durch den Winter zu kommen, müssen andere Winterreifen aufgezogen werden.